Newsletter 1/2016

Geschätztes Vereinsmitglied!

Die Schutzgemeinschaft Lebensraum A8 strebte seit seiner Gründung im Jahre 2004 an, die berechtigten Forderungen der Bewohner, die als Autobahnanrainer mit großer Lärm- und Abgasbelastung leben müssen, größtmöglich zu unterstützen und sich dafür einzusetzen, im Zuge der Sanierung der A8 den bestmöglichen Lärmschutz für sie zu bekommen.

Wir haben nicht verabsäumt in zahlreichen Verhandlungen auf Bundes- und Landesebene, sowie mit der ASFINAG teilzunehmen und zu intervenieren, wenn uns die geplanten Sanierungsmaßnahmen als nicht ausreichend erschienen sind.

Für Sie als Vereinsmitglied und für die Öffentlichkeit waren wir einige Jahre sehr präsent, da wir durch Versammlungen auf der Autobahn und intensive Medienkontakte viel Aufmerksamkeit erreichen konnten.

Nun ist es ruhiger um unseren Verein geworden. Dies heißt aber keineswegs, dass wir untätig sind.

Derzeit sind die Bauarbeiten im Sanierungsabschnitt Haag-Ried im Gange. Dem voran gingen viele Besprechungen, die wir mit der ASFINAG, den Gemeinden und den Bürgern abhielten. Derzeit haben wir ein gutes Arbeitsverhältnis mit der ASFINAG und die Lärmschutzmaßnahmen, die nun umgesetzt werden sind in unserem Sinne.

Wir halten aber auch die Augen und Ohren offen, was die bereits sanierten Abschnitte betrifft. Im heurigen Sommer beispielsweise erfolgt eine Lärmmessung fünf Jahre nach Fertigstellung des 1.Sanierungsabschnitts Pichl-Meggenhofen. Unser Lärmtechniker nimmt alle Ergebnisse, die uns von der ASFINAG stets zur Verfügung gestellt werden, ganz genau unter die Lupe.

Weiters wurde und von der ASFINAG zugesagt, dass die gesamte A8 vom Knoten Wels bis Suben mit einem lärmmindernden Splittmastix-Belag versehen wird. Dies bringt auch eine gewisse Entlastung für die Anrainer außerhalb des Generalsanierungsbereichs.

Wir danken Ihnen sehr, dass Sie uns durch Ihre Mitgliedschaft des Vereins Schutzgemeinschaft Lebensraum A8 unterstützen! Denn nur gemeinsam sind wir stark!

Mit freundlichen Grüßen

Rosmarie Meingaßner (Obfrau „Lebensraum A8“)
Stephan Rechberger (Obfrau-Stellvertreter „Lebensraum A8“)

Presseaussendung vom 9.Mai 2012

ASFINAG kann den unzureichenden Schutz nicht kleinreden

Schutzgemeinschaft Lebensraum A8 bedient sich der Berechnungen der ASFINAG

Im zweiten Abschnitt der Generalsanierung von Meggenhofen bis Haag a.H. (es gibt jedoch eine zeitliche Splittung der Bautätigkeit in Meggenhofen bis Weibern und Weibern bis Haag) befinden sich 212 schutzwürdige Objekte. Diese Zahl ergibt sich aus jenen Objekten, die im Jahre 2020 bei fehlendem Lärmschutz Grenzwertüberschreitungen für Lärm in den Nachtstunden von mehr als 50dB aufweisen würden. Die Baubewilligung dieser 212 Objekte erfolgte vor 1996.

Im Jahre 2020 werden 73 Objekte mindestens eine Fensteröffnung aufweisen, an der eine Grenzwertüberschreitung messbar sein wird. Das entspricht einem prozentuellen Anteil von 34%. Und das trotz Erneuerung des Lärmschutzes und Einbau des lärmmindernden Splitmastix-Asphalts (LSMA). Als Geschwindigkeitsgrundlage wird hier jedoch der PKW mit 130km/h und der LKW mit 60km/h herangezogen.

Trotz Sanierung des Lärmschutzes weisen im Jahre 2020 ein Drittel der schutzwürdigen Objekte Grenzwertüberschreitungen auf

In der Praxis ist die Anzahl der Überschreitungen höher. Die tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeiten der KFZ (PKW 111km/h, LKW 88km/h) verändern die Berechnungen um 1,5dB. Somit ergibt sich bei ungefähr 43 zusätzlichen Objekten eine Überschreitung. Der prozentuelle Anteil verändert sich somit auf 55%. Bemerkung: Eine Überschreitung wird von der ASFINAG erst ab 51dB erreicht, obwohl der Grenzwert mit 50dB angegeben ist. Richtig wäre von einer Grenzwertüberschreitung ab 50,1dB zu sprechen.

Etwa die Hälfte der schutzwürdigen Objekte ist 2020 über den Grenzwert belastet

(Die Zahlen sind gegenüber einer Presseaussendung vom 4.5.2012 nach Kontrolle durch einen unabhängigen Lärmtechniker leicht verändert.)

Aussagen von Vertretern der ASFINAG, das Schutzziel sei erreicht, ist somit auf das Schärfste zu verurteilen. Für die AnrainerInnen an der A8 ist dies blanker Hohn aber auch Wasser auf den Mühlen derer, die für besseren Lärmschutz kämpfen.

Die Gemeinden des Bauabschnitts 2 und 3 und die Schutzgemeinschaft fordern weiterhin vehement die Gleichstellung mit dem Sanierungsabschnitt 1, bei dem der LSMA nicht eingerechnet wurde. So kann die Anzahl an Objekten mit Grenzwertüberschreitungen 2020 reduziert werden. Im Sanierungsabschnitt 1 werden 2020 etwa 25% der schutzwürdigen Objekte  Grenzwertüberschreitungen aufweisen. Diese Zahl zeigt, dass an der A8 nicht von einem optimalen Schutz gesprochen werden kann.

Erster Adressat unserer Proteste ist jedoch nicht die ASFINAG, sonders das BMVIT mit seinen Zusagen (ehem. BM Faymann). Wichtig ist uns jedoch die Beschwichtigungspolitik der ASFINAG aufzudecken.

Presseaussendung vom 4.Mai 2012

Betreff: Protestaktionen auf der Innkreisautobahn A8

ASFINAG verunsichert Medien und Politiker durch Beschwichtigungspolitik

ASFINAG: Schutzziel erreicht versus Lebensraum A8: Realität katastrophal

Mit dieser Presseaussendung ist es uns äußerst wichtig aufzuzeigen, wie der Autobahnbetreiber ASFINAG versucht, Medien und Politiker gegen die Schutzgemeinschaft und die Gemeinden an der A8 aufzubringen. Ziel der ASFINAG ist es, die Proteste auf der A8 lächerlich zu machen und durch Beschwichtigung Unverständnis gegenüber den Organisatoren und letztendlich AnrainerInnen hervorzurufen.

Politiker und Medien erhielten von der Gemeinde Weibern und Lebensraum A8 Briefe und E-Mails, in denen aufgezeigt wird, dass Politiker und Vertreter der ASFINAG wortbrüchig sind und Zusagen in mündlicher und schriftlicher Form (Dr. Faymann) nicht einhalten. Zugesagte Lärmschutzwände wurden immer wieder verringert.

Auf Rückfragen erhält man von Vertretern des Autobahnbetreibers Aussagen, dass die Schutzziele erreicht würden und nur eine geringe Anzahl an Objekten über den Grenzwerten für Lärm in den Nachtstunden verblieben. Als Beispiel wird hier Weibern erwähnt, wo nach Sanierung nur fünf Objekte über den Grenzwerten belastet wären. Die ASFINAG zeigt völliges Unverständnis für die Demonstrationen.

ASFINAG: Sehr wenige Objekte würden nach Sanierung über dem Grenzwert belastet

Für uns ist verständlich, wenn durch diese Aussagen, die man fundiert glaubt, Unsicherheit entsteht.

Nun zu unseren Berechnungen. Diese sind 100% seriös, da sie sich auf Unterlagen beziehen, die uns freundlicherweise von der ASFINAG zur Verfügung gestellt wurden. Wir wollen hier jedoch das gesamte Baulos von Meggenhofen bis Haag a.H. erörtern, das jedoch in zwei Teilen saniert wird.

Im Generalsanierungsabschnitt 2 -Anschlussstelle Meggenhofen bis Anschlussstelle Haag- befinden sich 267 schutzwürdige Objekte. Das heißt, dass bei einer theoretischen Beibehaltung des jetzigen Lärmschutzes im Jahre 2020 267 Objekte über dem zulässigen Grenzwert für Lärm in den Nachtstunden (50 dB) belastet sind. Diese Objekte sollen geschützt werden.

267 Objekte mit etwa 1000 Bewohnern gilt es zu schützen

Aus den Unterlagen der ASFINAG ersehen wir, dass trotz Bau von zusätzlichen Lärmschutzwänden und dem lärmmindernden Splitmastix-Asphalt im Jahr 2020 85 Objekte über dem Grenzwert belastet sein werden. Meggenhofen: 7, Aistersheim: 19, Weibern: 24, Haag: 35. Das sind 31% von 267 Objekten.

Ein Drittel der hauptbelasteten Wohnhäuser ist nicht geschützt

Dies ist jedoch nur eine theoretische Rechnung. Für diese Ergebnisse werden nämlich die erlaubten Geschwindigkeiten für PKW (130km/h) und LKW (60km/h) herangezogen. Die Geschwindigkeiten betragen jedoch durchschnittlich 111km/h (PKW) und tatsächlich 88km/h (LKW). Dies ergibt eine Differenz von 1,5 dB (von einem von uns beauftragten unabhängigen Lärmtechniker errechnet). Somit verändert sich natürlich die Anzahl der Grenzwertüberschreitungen. 43 Wohnhäuser werden nun unter diesen Prämissen zusätzlich unzureichend geschützt. Dies ergibt in Summe 128 Objekte, die bereits im Jahr 2020 über dem Grenzwert von 50 dB in den Nachtstunden belastet werden. Das sind 48% von 267 Objekten.

Tatsächlich ist die Hälfte der hauptbelasteten Objekte im Jahre 2020 unzureichend geschützt!!!

Die ASFINAG wird diese Zahlen bestätigen, da sie aus ihren Unterlagen stammen.

Was verlangen wir? Wofür demonstrieren wir? Möglichst keine AnrainerInnen sollen mit Lärm über den Grenzwerten belastet werden?

Nein! Von diesem Ziel haben wir uns bereits im Jahre 2009 verabschieden müssen. Damals wollten wir aufzeigen, wie schlecht die AnrainerInnen im Generalsanierungsabschnitt 1 geschützt werden (28% der schutzwürdigen Häuser sind 2020 über 50 dB). Dies ist auf taube Ohren auf Seiten von Politik und ASFINAG gestoßen.

Damals forderten wir eine Gleichstellung mit Lärmschutzausführungen an der S10 und A10. Nun, 2012, versuchen wir eine Gleichstellung mit dem Baulos 1 einzufordern – eine traurige, unglaubliche und zermürbende Geschichte.

Von einem optimalen bzw. ausreichenden Lärmschutz sind wir bereits weit entfernt. Wir werden aber nicht nachgeben, bevor die Zusagen bezüglich einer Gleichbehandlung der gesamten Generalsanierung eingehalten werden.

Lebensraum A8 wird nicht nachgeben, bevor nicht zumindest ein Schutz wie im Generalsanierungsabschnitt 1 umgesetzt wird

Vor allem die Landespolitiker sind nun aufgefordert umzudenken und raschest und effizient in Wien zu urgieren und die AnrainerInnen an der Innkreisautobahn zu vertreten.

Bürgerproteste von 7. bis 10. Mai angemeldet

Die Anrainer-Gemeinden der A8 und der Verein „Schutzgemeinschaft Lebensraum A8“ rufen die Bevölkerung an der Innkreisautobahn zu Versammlungen von Montag 7. bis Donnerstag 10. Mai 2012 auf.

Fakt: Ungleichbehandlung der Anrainer und Anrainerinnen an der A8.

Die AnrainerInnen im Abschnitt der Generalerneuerung mussten durch die Dienstanweisung-Lärmschutz an Bundesstraßen 2006 enorme Einbußen für die Ausführung des Lärmschutzes hinnehmen. Der Abschnitt Pichl-Meggenhofen wurde nach diesen Richtlinien ausgeführt. Im nun in Bau befindlichen zweiten Abschnitt sollen nun weitere Beschneidungen hingenommen werden: Einrechnung des lärmmindernden Splitmastix-Asphalts(LSMA) und Änderung der Wirtschaftlichkeitsberechnung. Es wird z.B. die 13.500m2-Lärmschutzwand für die Orte Weibern und Pesendorf (bisher noch als Minimalvariante von der ASFINAG bezeichnet) auf 9.200m2 verringert. Im Bauabschnitt 3 (Weibern-Haag) und 4 (Haag-Ried) soll es ebenso zu einer Verringerung des Lärmschutzes kommen.

Forderung:

Wir fordern eine unbedingte Gleichbehandlung der AnrainerInnen im gesamten Abschnitt der Generalsanierung!

Fakt: Zusagen der Politik und der ASFINAG werden nicht eingehalten.

Politiker und Vertreter der ASFINAG versicherten in Gesprächen und Besprechungen mehrmals, dass die erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen im gesamten Generalerneuerungsabschnitt nach der Dienstanweisung 2006 umgesetzt werden. Von einer Änderung durch einen Erlass im April 2008, wonach der LSMA nun eingerechnet wird, war nie die Rede. Der ehemalige Verkehrsminister Dr. Faymann bekundete die Berechnung des Lärmschutzes an der A8 nach der DA 2006 in einem Brief vom 16.Juli 2008 an die Präsidentin des Nationalrates, Maga. Prammer (Antwort auf eine parlamentarische Anfrage).

Forderung:

Wir fordern die Einhaltung dieser Zusagen!

Fakt: Die zugesagte Nachhaltigkeit beim Lärmschutz wird nicht gewährleistet.

Die Nachhaltigkeit des Lärmschutzes ist bereits im Bauabschnitt Pichl-Meggenhofen nicht gegeben, da einerseits die tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeiten der LKWs nicht berücksichtigt werden (Berechnung: 60km/h, tatsächlichen Geschwindigkeit: 88km/h) und andererseits die lärmmindernde Wirkung des LSMA mit einem Mittelwert berücksichtigt wird, der nach 10 Jahren bereits deutlich unterschritten wird. Die Berechnungen weichen somit von der Praxis ab (Differenz rund 3 Dezibel)!

Forderung:

Wir fordern die Nachhaltigkeit mit höherer Wirtschaftlichkeit sicherzustellen!

Fakt: In der Gemeinde Aistersheim wirkt sich die Verschleppung des Beginns der

Generalsanierung verheerend aus.

In Aistersheim drängen AnrainerInnen seit zwei Jahrzehnten auf einen besseren Lärmschutz. Zuspruch von Seiten der Politik und ASFINAG eine Verbesserung würde im Zuge der GS verwirklicht werden, hat sich durch die Verschleppung des Beginns der Sanierung zerschlagen. Nach der DA 2006 steht Aistersheim kein weiterer Lärmschutz zu. Dies ist für die AnrainerInnen nicht tragbar.

Forderung:

Aistersheim braucht eine Sonderbehandlung, damit der notwendige Lärmschutz gebaut werden kann!

Fakt: Andere Bundesländer (Salzburg, Tirol) werden in Wien effizienter
vertreten.

Die oö. Landesregierung fasste am 22. Juni 2009 zwei Beschlüsse, die eine dauerhafte Section Control, gekrümmte Lärmschutzwände, ein persönliches Gespräch mit der Ministerin (ÖVP und Grüne), eine Konzepterarbeitung für punktuelle Einhausungen und die Finanzierung durch den Bund (SPÖ) forderten. Beide Beschlüsse blieben bis jetzt ohne Folgen!

Forderung:

Wir erwarten von den Landespolitikern das Einfordern der oben genannten Punkte von den zuständigen Bundespolitikern!

Die Versammlungen wurden der zuständigen Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen gemeldet. Am Donnertag, den 26.April um 14 Uhr wird es diesbezüglich eine Besprechung auf der Bezirkshauptmannschaft geben.

Weibern, am 24.4.2012

Information des Vereins-Februar 2012

Die Generalsanierung des ersten Bauabschnitts von Pichl bis Meggenhofen ist nun schon einige Zeit abgeschlossen. Viele AnrainerInnen nehmen eine Verbesserung der Lärmsituation wahr, andere sehen die Situation unverändert. Wir haben mit Hilfe eines Lärmtechnikers berechnet, dass wohl die Lärmbelastung momentan gesunken ist, eine Nachhaltigkeit jedoch nicht gegeben ist. Bereits 2020 werden wieder viele Objekte über die Grenzwerte von 50 Dezibel in den Nachtstunden belastet sein. Ein Zustand, den wir mit großem Kraftaufwand und Rückendeckung durch die Landespolitik verhindern wollten-dies ist uns aber nicht gelungen, da Ministerium und ASFINAG scheinbar „unantastbar“ sind.

Im vergangenen Jahr wurden in Pichl, Kematen und Meggenhofen Kontrollmessungen durchgeführt, die aber noch nicht abgeschlossen sind, da an drei Messpunkten zu hohe Werte gemessen wurden. Hier möchte man heuer eine zweite Messung durchführen. Werden die Werte bestätigt, müssen hier die Lärmschutzwände verbessert werden, um unter die Grenzwerte zu kommen. In jedem Fall bestätigen aber die Messergebnisse unsere Kritik, dass die Nachhaltigkeit nicht gegeben ist.

Zu der Tatsache, dass bereits der erste Bauabschnitt nicht in gewünschter Ausführung realisiert worden ist, gesellen sich nun weitere Probleme dazu!

Im heurigen Frühjahr wird mit der Sanierung des Abschnitts Meggenhofen bis Weibern begonnen. In früheren  Gesprächen wurde uns oft versichert, dass die Generalsanierung von Pichl bis Ried als Ganzes gesehen wird und gleiche Parameter angewendet werden sollen. Nun müssen wir leider feststellen, dass im zweiten Bauabschnitt nicht mehr dieselben Berechnungsmethoden angewendet werden. Am gravierendsten wirkt sich aus, dass im Bauabschnitt 1 der Lärmmindernde Splitt-Mastix-Asphalt (LSMA) nicht für die Berechnung herangezogen wurde, nun jedoch schon. Das heißt, dass im Bauabschnitt Pichl bis Meggenhofen den Anrainern der Fahrbahnbelag LSMA als „Geschenk“ eingebaut wurde, von Meggenhofen bis Weibern reduzieren sich dadurch jedoch die Lärmschutzwände. In Weibern würden ohne Einrechnung des LSMA 18.000m2 Lärmschutzwände gebaut werden, nun verringert  sich die Fläche auf etwa 9.000m2! Eine eklatante Ungleichbehandlung der AnrainerInnen!

Dem wird aber noch eines draufgesetzt! Wie wir erst seit wenigen Tagen wissen, werden die weiteren Bauabschnitte nun nach der neuesten „Dienstanweisung 2011“ berechnet, die eine weitere Verschlechterung bringen wird. Zwar werden ab 2013 alle LKWs lärmarme Reifen benötigen, was eine Verbesserung für uns AnrainerInnen bedeuten wird, jedoch bestehen wir auf jene Aussagen und Versprechen, dass  die AnrainerInnen der gesamten Generalsanierung die gleiche Ausführung des Lärmschutzes erhalten sollen. Dies ist man den Bürgern in den letzten Bauabschnitten wohl auch schuldig, müssen sie schließlich beinahe zehn Jahre länger auf einen besseren Lärmschutz warten!

Um diese Ungerechtigkeit aufzuzeigen, haben wir uns entschieden, den Weg über die Landespolitik zu nehmen. Dies wurde in Abstimmung mit den betroffenen Gemeinden und deren Vertreter beschlossen. Wir hoffen auf ein entsprechendes Verständnis unserer  Landespolitiker und deren Engagement, unsere Anliegen in das Ministerium für Verkehr weiterzutragen.

Wir werden Sie/dich über die Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Information für die Gemeindebürger von Meggenhofen, Aistersheim und Weibern:

Die ASFINAG plant für die Bürger dieser Gemeinden Informationsveranstaltungen über die Generalsanierung abzuhalten. Diese werden voraussichtlich am 27. und 28. März auf den Gemeindeämtern sein. Interessierte Bürger können sich dort informieren. Nähere Infos in den Gemeindenachrichten.

Vorinformation zur nächsten Jahreshauptversammlung:

Die heurige Jahreshauptversammlung wird voraussichtlich am Dienstag, den 20.März im Gasthaus Roitinger in Weibern abgehalten. Nähere Informationen folgen.

Ergebnisprotokoll zur Jahreshauptversammlung

Ort:   Gasthaus Auzinger Meggenhofen

Zeit:   Dienstag 27.April 2010
Beginn: 19.30 Uhr
Ende:  22.10 Uhr

Tagesordnungspunkte

1. Begrüßung, Einleitung
2. Information über unsere Gegendarstellung zum ASFINAG-Gutachten und das Gipfelgespräch vom 19. April 2010
3. Diskussion
4. Diskussion über die weitere Vorgehensweise unserer Schutzgemeinschaft
5. Rechenschaftsbericht durch Kassier und Rechnungsprüfer
6. Entlastung des Vorstands
7. Neuwahl Vorstand und Rechnungsprüfer
8. Information des Vorstandes
9. Allfälliges
Vorsitzende:
Mag. Rosmarie Meingaßner

Protokollführung:
Hildegard Stumpfl

Verlauf der Jahreshauptversammlung

1. Begrüßung, Einleitung

Romy Meingaßner begrüßt alle Mitglieder der Schutzgemeinschaft und stellt im Jahresrückblick 2009 die Tätigkeiten des Vereins in groben Zügen dar:

März/April 2009:
Der Bau der Generalsanierung wurde im Bereich Pichl-Kematen-Meggenhofen begonnen.
Der Wiener Rechtsanwalt Dr. Vana konnte unseren Erwartungen nicht entsprechen.
– Der „Runde Tisch“ mit Ministerin Bures kam nicht zustande.
– Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) wurde nicht erwirkt, da u.a. der Umweltanwalt DI Dr. Donat nicht ins Boot geholt werden konnte.
Der Regierungsbeschluss der oö. LR vom 30. 3. 09, einen runden Tisch zu unterstützen, und ein dementsprechendes Schreiben des LHs Pühringer an die Ministerin vom 24. 4. 09 blieben ohne Wirkung.
Juni 2009:
Für den 19. 6. 09 kündigte die Schutzgemeinschaft eine Blockade an. Zwei Tage vor der Blockade, am 17. 6. 09, setzte die ASFINAG in Ansfelden ein Gespräch an. In diesem Gespräch bekundete die ASFINAG, dass keine weiteren, besseren Möglichkeiten mehr für den Lärmschutz bestünden.
22. – 26. Juni 2009: an vier aufeinanderfolgenden Tagen wurden die Blockaden mit großer Teilnehmerzahl durchgeführt; die Medien unterstützten uns sehr.
Am ersten Tag der Blockaden (22. Juni) fasste die oö Landesregierung zwei Beschlüsse:
1) (Schwarz u. Grün)
– lärmarmer Belag
– dauerhafte Section Control
– gekrümmte Lärmschutzwände
– persönliches Gespräch mit der Ministerin
2) (Rot)
– Konzepterarbeitung für punktuelle Einhausungen
– Finanzierung durch den Bund
Beide Beschlüsse blieben bis jetzt ohne Folgen.
Juli 2009
Anfang Juli sollte als „OÖ Allianz“ ein Allparteienantrag für den Nationalrat (von den Grünen initiiert) im Parlament eingebracht werden, der besseren Lärmschutz forderte. Dieses Vorhaben wurde durch eine Pressekonferenz, die am 8. Juli von der ASFINAG veranstaltete wurde, zunichte gemacht, indem die ASFINAG behauptete, die Lärmschutzmaßnahmen seien ausreichend, nur 18 Häuser lägen noch über dem Grenzwert.
August 2009
Am 6. August gewährte Mag. Kühschelm (Referentin der Ministerin) einen Gesprächstermin in Wien, bei dem auch Kabinettchef Reschreiter anwesend war – Ignoranz, Arroganz waren zu bemerken, es konnte jedoch ein Folgegespräch erwirkt werden.
Am 25. August fand dieses Gespräch mit beiden Vertretern des Ministeriums, mit VD Schedl, DI Kaufmann und Vertretern der oö. Politik statt. Dabei wurde vereinbart, dass die ASFINAG ein neues Lärmgutachten erarbeitet, in dem die tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeiten bei LKW und PKW berücksichtigt werden.
November 2009:
Am 2. November war seitens der ASFINAG die Vorstellung dieser Lärmuntersuchung in Wien geplant. Diese wurde von der Schutzgemeinschaft jedoch abgesagt, weil von der ASFINAG die zu erwartende Verkehrsfrequenz wegen der Wirtschaftskrise zu gering angesetzt worden war, sodass die Zahlen der „neuen“ Lärmuntersuchung auf die ursprüngliche Studie hingebogen waren.
Die Schutzgemeinschaft beauftragte DI Karl Waltenberger, eine Gegendarstellung auszuarbeiten.
Februar 2010:
Das Lärmgutachten, basierend auf den Daten der ASFINAG, wurde fertiggestellt.
April 2010:
Diese umfassende Gegendarstellung wurde am 19. April 2010 vorgestellt.
2. Information über unsere Gegendarstellung zum ASFINAG – Gutachten und das Gipfelgespräch vom 19. April 2010

Stephan Rechberger präsentiert die Gegendarstellung zu folgenden Punkten:
• Verkehrsbelastung pro 24 Stunden (2006: 39 200 Kfz, 2020: 55 200 Kfz)
• Lärmbelastung von Objekten mit > 50 dB/Nacht im Jahr 2020: ca. 200 Häuser
• Berechnungsgrundlagen (Schallmessung, Abnützung des Asphalts): Ergebnis: Differenz von 3,4 dB
• Forderung nach Nachhaltigkeit der Sanierung
• Kostendarstellung nach Dienstanweisung 1999 (15 Mio. bis 23 Mio.€ wären vor dem „Gorbach-Erlass“ möglich gewesen)
• Gesamtforderung für den Lärmschutz an der gesamten A8

3,4 dB Differenz liegt zwischen der Berechnung der ASFINAG und der von DI Waltenberger.
Diese Gegendarstellung wurde von der ASFINAG zur Gänze abgelehnt.

DI Waltenberger verdeutlichte mit einem Kostenvergleich, dass 9,7 Mio. € für Lärmschutzmaßnahmen nach der neuen Dienstanweisung von 2006 zur Verfügung stehen müssten. Tatsächlich projektierte die ASFINAG nur 6,9 Mio. €. Die Differenz von 2,745 Mio. € soll für zusätzlichen Lärmschutz verwendet werden, so die Forderung von „Lebensraum A8“. Man einigte sich darauf, dass bei jenen Objekten im 1. Bauabschnitt, die 2020 über den Grenzwerten belastet sind, geprüft wird, ob der Einsatz dieses Geldes eine Grenzwertüberschreitung verhindern könnte. Bis Anfang Mai will die ASFINAG diese Objekte prüfen und Antwort geben.

Der 1. Abschnitt der Generalsanierung wird im Dezember 2010 abgeschlossen.
2011 erfolgt ein Baustopp.
Im Frühling 2012 wird im 2. Abschnitt (Aistersheim-Weibern-Haag) vermutlich erst weiter gearbeitet. Es wird von Lebensraum A8 befürchtet, dass zwischenzeitlich ein neuer Erlass ausgearbeitet wird, der eine weitere Verschlechterung im Anrainerschutz bewirkt.
Der Baubeginn des 3. Abschnitts ist vorläufig nicht vorhersehbar.

3. Ergebnisse der Diskussion
Lärmmindernder Asphalt hat sehr gute Werte (besser als erwartet). DI Kaufmann bekundet, so Rechberger, dass LSMA (hochwertiger lärmmindernder Belag) auf der ganzen A8 aufgetragen wird.
Waltenberger: Lärmarmer Belag hat größere Abnützung (Dauer 10 Jahre) – danach werden 4 cm abgetragen und ein neuer Belag wird aufgetragen. Wie lange hält die Lärmminderung des Belages an? Wie der Belag abnimmt, ist noch nicht feststellbar – Vermutung, dass bei höherem LKW-Verkehr der Belag rascher abgenützt wird.

LKW müssen 2012 lärmarme Reifen haben (EU-Norm).

Schriftverkehr bezeugt, dass Lärmschutzwände für Krenglbach vorgesehen waren (2003) – Dr. Franzmayr (BMVIT) wird das prüfen.

Einzelschutz: wenn an einem Objekt 65 dB überschritten werden, könnte die Förderung 10 000 € betragen (in Ausarbeitung);

Schadstoffmessung in Meggenhofen? – noch nicht bekannt

Große Unsicherheit besteht bei der Bepflanzung der Böschungen im 1. Bauabschnitt. Wird nicht mehr aufgeforstet? Wenn ja, mit welchen Pflanzen. Wo gibt es Ersatzflächen? Die Schutzgemeinschaft wird sich darum bemühen, ein Pflanzungskonzept an der A8 von der ASFINAG einzuholen.

Die alten wieder eingesetzten Lärmschutzwände werden anscheinend gereinigt; bei hohen Wänden ist das laut Auskunft der ASFINAG nicht möglich. Das Nicht-reinigen-Können wird vom Lebensraum A8 angezweifelt.

Zurzeit wird eine Section Control nur aus Sicherheitsgünden aufgestellt. Verordnungsänderung muss angestrebt werden, die eine Section Control auch aus Gründen des Lärmschutzes ermöglicht.
Section Control als „Geldquelle“ müsste auch Ansinnen der Politik und Wirtschaft sein – Lärmschutz, Verkehrssicherheit, Geldeinnahme
Seitens der Landespolitik wird eine Section Control nicht mehr abgelehnt; Innenministerium ist für die S.C. zuständig. S.C. wird „weiterwandern“ in den nächsten Bauabschnitt. (Rechberger)

4. Diskussion über die weitere Vorgehensweise unserer Schutzgemeinschaft
• Forderung, dass der lärmmindernde Fahrbahnbelag über die ganze A8 aufgetragen wird.
• Section Control aus Lärmschutzgründen einfordern.
• Solange wir keine Unterstützung von Land und Bund haben, wird die ASFINAG nichts verändern und auf Wünsche der Anrainer wenig eingehen. Wir erreichen wahrscheinlich nur etwas, wenn wir die Politiker einbinden – nur sie können etwas erreichen. Leider werden wir von den Landes- und Bundespolitikern sehr häufig enttäuscht – das Land will kein Geld investieren. Die Bürgermeister der Anrainergemeinden sind jedoch sehr engagiert.
• A8 ist seit 1990 durchgehend befahrbar! = Jubiläum ohne Feiern!
Vorschläge für 20 Jahre A8 – bei der Verkehrsfreigabe des 1. Bauabschnittes (Sept./Okt.) als Gegenveranstaltung:
o Medienbericht + Fernsehen (HT1) …
o „Mahnwache“ beim Parlament?
o Lokalaugenschein mit Presseleuten
o Pressekonferenz
o Inserate in den Tageszeitungen – „20 Jahre A8“ – Sensibilisierung einer breiteren Masse – für die Anliegen der Anrainer, z.B. Akzeptanz der Geschwindigkeits-kontrollen.
• Präsenz in den Medien spricht für uns
• Im ORF (z. B. „Thema“) die A8 präsentieren Die Kontakte sind im Sand verlaufen (Seidermann)
• Idee, zwischen Wels und Suben entlang der Autobahn riesengroße Plakate aufzustellen 100 m entfernt, (Logo Lebensraum/ Geschwindigkeit / Transitproblematik / Mut zur Entschleunigung) – witterungsbeständig, … Umweltschutzorganisationen würden uns unterstützen (Klimaschutz, WWF…)
Abstimmung: Die Plakataktion wird mehrheitlich abgelehnt, da das Geld für andere Zwecke verwendet werden soll.
• Wenn eine neue Dienstanweisung für Lärmschutzmaßnahmen erlassen wird, die eine Verschlechterung bringen würde, wäre es notwendig, konzertierte Aktionen aller Schutzgemeinschaften zu initiieren, um gemeinsam dagegen anzukämpfen. (Inserate gemeinsam verfassen, Blockaden)
• Das 1. Baulos ist abgeschlossen – was schief gelaufen ist, ist dokumentiert. Man muss genau so viel Kraft für die weiteren Bauabschnitte haben.
o Wirtschaftlichkeitsberechnung für Lärmschutz wird zukünftig anders betrachtet, es wird „zerstückelt“ – nicht gesamte Gemeinden werden herangezogen! Dagegen muss argumentiert werden. (DI Waltenberger)
• Die Versprechungen, dass durch die Sanierung für die kommenden 20 bis 30 Jahre genügend Lärmschutz da ist, werden nicht gehalten.
5. Neuwahl Vorstand und Rechnungsprüfer

Antrag auf offene Abstimmung.
Mit Handzeichen wird für die offene Abstimmung gestimmt.

Rosmarie Meingaßner wird als Obfrau wiedergewählt.
Stephan Rechberger als Obfrau-Stellvertreter, Hildegard Stumpfl als Schriftführerin, Margarethe Gattinger als Schriftführer-Stellvertreterin, Wilhelm Salfinger als Kassier und Walter Marböck als Kassier-Stellvertreter werden en block wiedergewählt.

Frau Meingaßner und Herrn Rechberger wird mit einem Essens-Gutschein gedankt.

6. Information des Vorstandes

Frau Meingaßner bittet um Bekanntgabe neuer E-mail Adressen, sodass der Informationsfluss möglichst rasch an die Mitglieder weitergeleitet werden kann.

7. Allfälliges

Zum Pkt. Allfälliges gibt es keine Wortmeldungen.

Die Jahreshauptversammlung schließt um 22.10 Uhr.

Jahreshauptversammlung

Ort:           Gasthaus Auzinger Meggenhofen

 

Zeit:           Dienstag 27.April 2010, 19.30Uhr

 

 

Tagesordnungspunkte:

 

  1. Begrüßung, Einleitung
  2. Information über unsere Gegendarstellung zum ASFINAG-Gutachten und das Gipfelgespräch vom 19. April
  3. Diskussion
  4. Diskussion über die weitere Vorgehensweise unserer Schutzgemeinschaft
  5. Rechenschaftsbericht durch Kassier und Rechnungsprüfer
  6. Entlastung des Vorstands
  7. Neuwahl Vorstand und Rechnungsprüfer
  8. Information des Vorstandes
  9. Allfälliges